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| | | Viren | | Virostatika | |
| Viren | von Pasteur erstmals 1881 für versch. Krankheitserr. gebrauchte Bezeichnung; Sammelbegriff für eine besondere Form organischer Strukturen, die sich durch folgende allgemeine Charakteristika von anderen Mikroorganismen (Pilze, Bakterien) unterscheiden. V. besitzen im Ggs. zu den anderen Mikrobien nur DNA oder RNA in einer formbestimmenden Proteinhülle (Kapsid) und verfügen nicht über Stoffwechselenzyme f. biol. Synthesen. Sie können sich nicht durch Teilung vermehren, sondern werden ausschließlich von ihrer Nukleinsäure reproduziert. Die propagierung von Nachkommen erfolgt in geeigneten, meist spezif. Wirtszellen i.d.R. durch Einbau des viralen Genet. Materials in das Genom der Wirtszelle bzw. beeinflussung ihrer Genregulation. Ausserhalb der Wirtszelle existiert ein Virus meist nur als komplettes infektiöses Partikel (Virion). Wegen ihrer geringen Größe (20-300 nm) können Viren normale Bakterienfilter passieren.
Viren lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen:
1. Nach der Form
2. Nach der Wirtszelle
3. Nach der Art der Nukleinsäure und dem sich daraus ergebenden Mechanismus der Vermehrung. | |
| Virostatika | (gr statikos zum Stehen bringen)n pl: auch Virustatika; chem. Verbindungen die durch Hemmung der Virusreproduktion (Stase) eine Ther. virusbedingter Inf. ermöglichen.
Auch einer Vielzahl von Substanzen der verschiedensten chem. Stoffklassen werden bis 2'-desoxiuridin findet klin. Anw. bei Keratiden, die durch das Herpes-simplex-Virus oder das Vaccinia-Virus verursacht werden. N-Methyl-Beta-thiosemicarbazon wird prophylaktisch und therapeutisch bei Pokenerkrankungen eingesetzt; Positive Behandlungerbebnisse sind aber auch bei der Vaccinia gangraenosa und der Vaccinia generalisata beschrieben. Die Wirkung von 1-Adamantanamine richtet sich gegen bestimmte Viren, die Erköltungskrankheiten verursachen, besonders gegen die häufig epidemisch auftretenden Influenza-A-Viren. | |
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