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| | | Immunabwehr | | Ischiassyndrom | |
| Immunabwehr | | biologische Immunität; Fähigkeit des lebenden Organismus, Antigene (immunogene Substanzen) spezifisch abzuwehren. Die Immunität kann aktiv oder passiv erworben sein.
R.A.Good (New York) entdeckte (1963) die Zweiteilung der Immunabwehr in zelluläre und humorale Immunität, verkörpert durch die thymusabhängigen T-Zellen und die antikörperproduzierenden B-Zellen.
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| Ischiassyndrom | Neuralgie des N. ischiadicus, Neuritis ischiadica;
Ursache: 1. Erkältung, 2. Traumen; recht häufig Subluxationen der Wirbelsäule u. Beckengelenke, bes. bei jungen Frauen m. Asthenie, verbunden mit Zerrungen des Nervs; Blutung in die Nervenscheide. 3. Infektionskrankheiten, 4. exogene Gifte (Alkohol, Arsen, Blei, Kupfer, Phosphor, Tabak). 5. lokale Kompressionen, insbes. Bandscheibenvorfall, Geschwülste des Beckens (weibliche Genitale, Prostata, Rektum), Beckenvarizen, Verstopfung, Retroflexio uteri, Gravidität, spondylit. Prozesse, Ostitis der Wirbelsäule.
Symptome: 1. im Verlauf des Nervus localis, entweder in Anfällen auftretend oder mehr andauerende, dann aber gewöhnl. anfallsweise sich verstärkenden Schmerzen. Gewöhnlich sind die Beschwerden einseitig, nur manche symptomat. Formen, zB. Diabetes mellitos, treten fast immer doppelseitig auf. U.U. sind nur Teile des Nervs, zB. das Wurzelgebiet, befallen. Charakteristisch ist, dass sich der Schmerz bei Abkühlung bzw. Erwärmungsversuchen, Erschütterung u.ä. verstärkt. 2. typische Lage des Kranken im Bett mit leichter Beuge- und Außenrotationstellung des betroffenen Beins. 3. Valleix-Punkte an Stellen, an denen sich der Nerv gegen eine feste Unterlage drücken lässt. Gewöhnlich sind 6 derartige Punkte vorhanden, doch kann ein Teil derselben fehlen. 4. Lasègue-Zeichen: Schmerzen im ganzen Nervenverlauf bei Hebung des gestreckten Beins, die bei Beugung im Kniegelenk nachlassen. Beruht auf Dehnung des Nervs. Andere Symptome, die ebenfalls auf Nervendehnung beruhen: Schmerzen bei Adduktion des Glieds, bei Dorsalflexion des Fußes in Streckstellung des Beins und bei Beugung oder Dorsalflexion der großen Zehe. 5. Gekreuztes Ischiasphänomen: Schmerzen im kranken Bein beim Heben des gesunden. 6. Besonderheiten beim Stehen: Benutzung des gesunden Beins, Haltungsanomalien bis zur Ausbildung hochgradiger, meist nach der kranken Seite konvexer (homologer) Skoliosen der Lendenwirbelsäule. Homologe Skoliosen entlasten durch Erschlaffung der oberen Nervenwurzeln, nach der kranken Seite konkave (heterologe) Skoliosen dehnen sie; Dabei findet aber eine Erweiterung der beiden letzten Wirbellöcher statt. 7. beim Aufstehen des liegenden Patienten wird das gesunde Bein gebeugt, das kranke lediglich zum Abstoßen verwendet; bei Lumbago kletter dagegen der Patient an seinen Beinen langsam hoch. 8. sensible Störungen und andere Ausfallerscheinungen; Hyperalgesien, Parästhesien, Frostgefühl; Fehlen des Achillessehnenreflexes, Schlaffheit der Wadenmuskulatur, Atrophie.
DD: Myalgien (mehr diffuser Schmerz, verstreute Druckpunkte), Erkr. des Hüftgelenks (Stauchungsschmerz, Schmerz bei Abduktion, Schmerzpunkt unterhalb des Poupart- Bandes im Bünger-Punkt), Wirbelsäulenprozesse, Phlebitis, Plattfuß, Muskelinfiltrate im Bereich der Glutäen (auch nach Injektion), Rückenmarkerkrankungen (beginnender Tabes dorsalis), Erkrankung des Ileosakralgelenks oder des Beckenknochens. | |
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