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Enzymdiagnostik

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Jeder Zellzerfall, aber auch jede reversible Schädigung und damit verbundene Störung der Membranfunktion führt zum Austreten zelleigener Substanzen und somit auch der Enzyme, die dann im Serum nachweisbar werden. Dies geschieht schon bei der dauernd ablaufenden sogenannten Zellmauserung und auch bei schwerer Muskelarbeit. Deshalb sind gewisse Aktivitätsspiegel einer Vielzahl von Enzymen im Serum normal. Im Falle einer massiven Zellschädigung mit (z.B. Infarkt) oder ohne Nekrose (z.B. akute Hepatitis) kommt es zu einem plötzlichen Anstieg der Zellenzyme im Serum. Hinweise auf die Herkunftaus einem bestimmten Organ ergeben die Relationen bestimmter Enzyme zueinander und der Nachweis von organspezifischen Enzymen, dem Enzymmuster. Dabei besteht ein Zusammenhang zwischen der Höhe des Anstiegs der Enzymaktivitäten und dem Umfang der Schädigung. Da die Enzyme relativ schnell aus dem serum eliminiert werden, kann der Verlauf einer Erkrankung mit Hilfe der Serumenzyme kontrolliert werden. Diagnostisch relevant ist der Anstieg der Serumenzyme bei Herzinfarkt (CPK, LDH, AST, ALT), akuter Hepatitis (ALT > AST), chron. Hepatitis, Pankreatitis (Amylase).Bei Muskelerkrankungen (CPK bzw. CK; sehr hohe Konzentration im Skelettmuskel). Weitere Hinweise auf das betroffene Organ durch das Isoenzymmuster der LDH.

 
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