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Die Einklemmung des Mittelhandnervs im Handgelenkskanal, Fachterminus:
Karpaltunnel, kann zu quälenden Schmerzen, Taubheit und Einschlafen meist
des Daumens, Zeige- und Mittelfingers führen.
Der so genannte Karpaltunnel wird durch die knöcherne Rinne der
Handwurzelknochen sowie das quere Handband geformt.
Statistiken zufolge sind hiervon in Deutschland ca. 9 Mio Menschen betroffen!
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Ursachen für ein Karpaltunnelsyndrom können Entzündungen, Schwellungszustände
des Sehnengleitgewebes, Arthrose der Handwurzel, Knochen- und Weichteilverletzungen
bzw. Schwangerschaft und Hormonveränderungen sein.
Messungen geben Auskunft über den Schweregrad der Krankheit: In
leichten Fällen können zunächst abschwellende Medikamente, das Anlegen
einer speziellen Schiene und ähnliches für Linderung sorgen.
Bei längeren und schweren Krankheitserscheinungen kann lediglich ein operativer
Eingriff helfen.
Die Operation ist in geübter Hand ein Standardeingriff und wird
je nach Indikation offen oder endoskopisch durchgeführt. Beim klassischen
offenen Verfahren, in lokaler oder allgemeiner Betäubung, wird das quere
Handgelenksband über dem Karpaltunnel gespalten und kann den Nerv damit
nicht mehr in seiner Funktion im wahrsten Sinne des Wortes einengen. Es
wird ein fester Verband angelegt, wobei die Finger sofort bewegt werden
sollten, das Handgelenk jedoch erst nach ca. 5 bis 10 Tagen.
Bei der endoskopischen Operation wird durch einen nur sehr kleinen Schnitt
am Handgelenk der Eingriff über Spiegelungsinstrumente durchgeführt.
Die Wahl des individuell richtigen Verfahrens ist jedoch immer abhängig
von den jeweiligen Voraussetzungen.
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